24h Jugendfeuerwehrübung

24. August 2019
Übung Gungolding Jugend 2019
Alltag der Berufsfeuerwehr kennenlernen

Die FF Gungolding hat die Jugendfeuerwehren der Gemeinde zum Aktionstag Jugendfeuerwehr 24h Übung eingeladen.

Hier mussten die Jugendfeuerwehren aus Pfalzpaint, Gungolding und Rapperszell gemeinsam eine 24h Schicht meistern. Das Ganze wurde an einen Alltag im Berufsfeuerwehrleben angepasst.

Schichtbeginn war am Samstag um 08.00 Uhr. Nachdem die Einteilung auf die Einsatzfahrzeuge erfolgt war, konnte man gemeinsam ein leckeres Frühstück genießen.

Aber der erste Einsatz hat nicht lange auf sich warten lassen. Gerade noch konnte der Küchendienst alles aufräumen und schon ging die Sirene zum ersten Einsatz. Auf dem Einsatzmonitor in der Fahrzeughalle wurde relativ schnell klar um welchen schwierigen Einsatz es sich handelt. Im ehemaligen JUMA-Gelände wurde eine Person von einem Fahrzeug eingeklemmt. Nach schnellem Aufrüsten ging die Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Einsatzort. Nachdem die Verkehrsabsicherung vorgenommen wurde, konnte mit den beiden Spreizgeräten das Fahrzeug relativ schnell angehoben und gesichert werden, sodass nach dem Eintreffen des First Responders eine schnelle Betreuung des Patienten vorgenommen werden konnte.

Nach der Einsatznachbesprechung ging es nahtlos in die erste Übung über. An einem älteren PKW wurde mittels des Glasmanagements alle Schreiben entfernt, die Türen abgeschnitten und das Dach entfernt.

Nach einer kurzen Pause am Feuerwehrgerätehaus ging es zu einer Erste Hilfe Übung. Das First Responder Team der FF Gungolding erklärte die Materialien des Notfallequipments und brachte den Jugendlichen die richtigen Methoden zum Wiederbeleben von Personen bei.

Anschließend an das gemeinsame Mittagessen ging wieder die Sirene los. Meldung - "Baum über Straße". In schnellen Schritten machten sich die Jugendfeuerwehrler auf in die Schutzanzüge und suchten mit den Einsatzfahrzeugen nach den entsprechenden Bäumen. Durch Eigenkraft und Teamarbeit war eine schnelle Entfernung möglich.

Danach ging es weiter mit dem nächsten Übungsteil. Im ersten Übungsteil mussten die Nachwuchskräfte ein Hohlstrahlrohrtraining meistern, welches ähnlich wie bei einem Atemschutzeinsatz aufgebaut war. In der nächsten Station mussten sich die Jugendlichen in einem voller Partynebel befindlichen dunklen Raum bewegen und Personen retten. Anschließend konnte das Ganze noch mit einer Wärmebildkamera vereinfacht werden. Der dritte Teil der Übung bestand aus einem Atemschutz- und Funktraining. Nachdem kompletten Einkleiden mit den Gerätschäften von Atemschutzgeräteträgern und einem Übungsfilter mussten die Jugendlichen einen Parkour blind nur über Ansagen eines zweiten Feuerwehrlers über das Funkgerät meistern.

Um die Digitaltechnik, insbesondere den Digitalfunk, in den Vordergrund zu rücken, wurde eine weitere Übung zum Umgang mit dem Funkgerät angesetzt. Diese wurde dennoch unterbrochen - neuer Einsatz - Meldung: Bewusstlose Person in Schacht. Nach wiederrum schnellem Aufrüsten und Begebung zur Einsatzstelle wurde zu allererst die Fahrbahn einseitig gesperrt und die Verkehrsabsicherung vorgenommen. Die restlichen Kräfte versuchten aus dem engen Schacht die Person auf der Trage zu befestigen und diese mittels der Steckleiterteile senkrecht aus dem engen Schacht zu ziehen. Nachdem die Person dem Rettungsdienst übergeben wurde, konnte die Straße für den gesamten Verkehr wieder freigegeben werden.

Bei einem gemeinsamen Grillabend konnte man den Tag nochmals Review passieren lassen - aber es waren erst die ersten 12h vergangen. Nach einem gemeinsamen Filmeabend und anschließender Nachtruhe war es vorbei mit dem Schlaf - EINSATZ - Brand eines Gebäudes!

Komplett verschlafen ging es wieder in die Schutzanzüge und die Einsatzfahrzeuge. Nach der Verteiler der Aufgaben während der Anfahrt des Einsatzorts mussten die Atemschutzgeräteträger zuerst prüfen ob sich noch Personen in der brennenden Holzhütte befanden. Dies war nicht der Fall. Anschließend konnte durch die Wasserreserven der beiden Fahrzeuge der Brand gelöscht werden. Zur Sicherheit befüllte die FF Gungolding ihren Wassertank erneut und beseitigte noch vorhandene Glutnester.

Nach diesem anstrengenden Einsatz ging es zurück ins Bett. Die restliche Nacht verlief ruhig.

Am nächsten Morgen wurde der Tag gemeinsam mit einem Frühstück beendet - SCHICHTWECHSEL.

Ein sehr spannender Tag, viel Spaß und praktischem Lernen. Vielen Dank gilt dem ganzen Helferteam der FF Gungolding inbesondere der super Organisation und Einladung durch Simon Schmidt.

Information: Bei den verletzen Personen handelte es sich um eine entsprechende Übungspuppe. Bei den "Einsätzen" wurde niemand verletzt.